Über uns

Nach alter Tradition werden hier pro Tag um die 800 kg Bonbons hergestellt. Bereits seit 1998 wird dieses liebevolle, süße Handwerk in Rhede geführt. In dieser Wunderwelt gibt es Bonbon-Sorten soweit das Auge reicht: Kirsche, Zitrone, Apfel, Orange, Eiskristall, Eukalyptus-Menthol, Kräuter, Vanille, Sanddorn, Sahne oder Multivitamin.

Doch wie entstehen diese kleinen, bunten Glücklichmacher?

Heute stehen in Rhede saure Apfel-Bonbons auf dem Plan. Dazu werden in einem großen Kupferkessel Zucker mit Wasser, Glukose und Farbstoffen gemischt. Dieser heizt bis auf 140 Grad und rührt die Masse an. Gemächlich wird daraus ein Sirup, der in dicken Blasen brodelt. Dies geschieht solange, bis sich keine Zuckerkristalle mehr absetzen. Im Anschluss wird die Masse in ein Rührwerk gegossen und Aroma, Natron und Zitronensäure hinzugegeben.

Dann muss plötzlich alles sehr schnell gehen: aus dem Kessel wird die beeindruckende Zuckermasse in eine Schale gegossen und mit einem Edelstahl-Rollwagen vor eine Stahlplatte gewuchtet. Immerhin wiegt die Masse 30 kg! Auf diese wird der heiße Sirup mit viel Schwung gekippt, um geknetet zu werden. Die Platte wärmt die Masse von unten, während von beiden Seiten zwei metallene Arme die Masse immer wieder durchkneten. Alles unter den Augen des strengen Zuckerbäckers. Er muss genau aufpassen, dass die Masse nicht zu hart wird, bevor sie weiterverarbeitet werden kann.

Nach ein paar Minuten ist es soweit, dass der Teig „gezogen“ werden kann. Dazu wird die Masse zur nächsten Station getragen und durch eine massive Walze in einen süßen Strang geformt, der immer länger wird und sich durch die Maschine auf ein Laufband zu schlängelt. Der Zuckerteig schimmert verführerisch in Gift-Grün, so wie saure Apfel-Bonbons eben aussehen müssen.

Die Walze dreht den Strang immer schmaler, bis sie von einer Schneide in gleich große Bonbons geteilt werden. Diese fallen danach auf ein Laufband, um abzukühlen. Wenn man schnell ist und der Zuckerbäcker nicht hinschaut, kann man flink ein noch warmes Bonbon vom Band naschen – himmlisch! Nach ein paar Metern fallen Hunderte Bonbons klackernd nacheinander in einen Plastikbehälter.

Bevor die Süßigkeiten im nächsten Schritt von einer Bonbonwickelmaschine verpackt werden, muss erst noch einmal probiert werden – Qualitätskontrolle natürlich… Die Wickel-Maschine ist das Herzstück von WeBo – entstanden im Jahr 1966 läuft die „alte Dame“ noch wie geschmiert. Die Bonbons werden über einen Vorratsbehälter und eine große Lochplatte unter die bedruckte Verpackungsfolie geschoben, angehoben und anschließend eingedreht.

Handwerkliches Geschick, Durchhaltevermögen und Kraft sind für die Arbeit notwendig. Auch Freude am Experimentieren ist wichtig, nur so lassen sich bestehende Rezepte weiterentwickeln und neue Sorten erfinden.

Die Bedruckung der Bonbonwickelfolie erfolgt im Flexo-Druckverfahren, die mit bis zu vier Farben bedruckt werden kann. Die Farbtöne können von den Kunden frei gewählt werden.

Doch nicht nur Geschäftskunden, sondern auch Privatpersonen können Bonbons als originelle Geschenkidee bei WeBo bestellen und die Folie nach ihren Wünschen gestalten lassen. Die werden bereits ab geringen Abnahmemengen von 15 kg verkauft – eine schöne Idee für Geburtstage, Hochzeiten und Familienfeiern.





„Geschichte der Bonbons“

Bevor die Zuckerherstellung bekannt wurde, bestanden die ersten Bonbons aus Honig. Nach und nach entwickelten sich unterschiedliche Rezepturen und Apotheker waren die ersten, die Kräuter mit Zucker mischten, um daraus schmackhafte Bonbons zu kreieren. Da Zucker sehr teuer war, konnten sich meist nur Fürsten- und Königshöfe Süßigkeiten leisten. Eine Erzählung besagt, dass König Henri IV. (1553–1610) zu seiner Hochzeit Zuckerwaren anbieten ließ. Die Kinder sollen daraufhin ausgerufen haben „Bon!“ (französisch: gut) und als Steigerung „Bon! Bon!“, wodurch die Bezeichnung Bonbon entstanden sein soll.